Jul
09
2012

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Ergebnisse und Rennbericht 1.Lauf zur Truggy DM ( ORT)

Amir von der RC-Independent Crew hat die Ergebnisliste und einen super Rennbericht verfasst, der natürlich hier nicht fehlen darf

Er schreibt:
“Der 1. Lauf zur Truggy DM 2012 in Meiningen ist Geschichte. Zeit das ganze ein wenig für die Daheim gebliebenen in Worte zu fassen.

Zunächst möchte ich feststellen, dass die Meininger eine super coole Strecke hin gezaubert haben. Sie sieht auf den ersten Blick gar nicht so spektakulär aus, aber wenn man sie gefahren ist, sieht man das ganze etwas anders. Sie lässt sich sehr flüssig fahren, aber an etlichen Stellen braucht man “Eier” um dort schnell zu sein. Da ist vor dem Fahrerstand die lange Gerade, die mit einer 90° Linkskurve hoch auf den Table führt. Will man hier richtig schnell sein, muss man den Trigger ordentlich durchziehen und den Einlenkpunkt am Ende der Geraden finden, sonst landet man in der Bande. Dies ist am Wochenende unzähligen Fahrern passiert.
Als nächster Punkt ist die gepflasterte Spitzkehre, sie ist Steil und vor allem hat sie massig Schmutz und ist sehr glatt. Hat man zu viel Schwung, wird man nach unten getragen was sehr viel Zeit kostet, weil dort kaum Grip ist. Die einzige Chance ist um die Streckenbegrenzung zu zirkeln um keine Zeit zu verlieren. Kaum hat man diese Passage überstanden geht es nach einer leichten Linkskurve in die Waschbrettsektion. Ein Waschbrett im eigentlichen Sinne ist es nicht, es sind vielmehr drei Betonhügel die recht steil sind. Am Wochenende haben sich 3 Fahrlinien etabliert. Die eine ab durch die Mitte und jeweils abwechselnd mit den zwei Rädern einen Hügel mitgenommen, die andere auf der linken Seite mit Schwung in einem Satz über den Hügel. Die Dritte Variante schien mir die schnellste zu sein, sie war aber auch die gefährlichste. die Passage rechts anfahren und über den ersten Hügel nach links über den zweiten springen. Dabei konnte man sich leicht alles mögliche Abreißen Ist auch einigen passiert. Der Rest der Strecke ist eigentlich halbwegs recht Human. Ok bei Sprüngen kann immer was passieren

Das Wochenende war wie verhext, zumindest Wettertechnisch. Entweder war es sehr warm und schwül, oder wir hatten Donner, Regen und Wind. Natürlich kam der Regen immer passend wenn mit den Trainingseinheiten, Vorläufen oder Finalen gestartet wurde.

Aber zurück an den Anfang, am Freitag angekommen stellten wir fest, die Strecke ist nass und wird gerade mit Sägemehl trocken gelegt. Das Fahrerlager ist glücklicherweise aus Betonplatten, hier konnte also nichts anbrennen und es gab auch keine Schlammschlacht. Der einzige Hacken an der Geschichte war, wie soll man den Pavillon sichern? Glücklicherweise hatte ein Wolfsburger einen Akku-Bohrhammer dabei, der dann auch rege genutzt wurde. Wir sind dann schnell in den Baumarkt gefahren und haben Dübel und Schrauben bzw. Hacken geholt. 4 Löcher und 1 h später, war der Pavillon Erdbeben- und für die angekündigten Unwettersicher

Um 10:00 Uhr wurden wir vom Rennleiter dann freundlich eingeladen die 1. gezeitete Gruppentrainingseinheit zu absolvieren. Da es aber um 9:55 Uhr angefangen hatte zu regen und erst Stunden später aufhörte, wurden die ersten beiden Trainingseinheiten komplett vom Fahrerfeld ignoriert. Erst am Nachmittag hörte der Regen auf, die Sonne kam raus und das Training begann.

Bereits am Freitag konnte man sein Auto auf Regelkonformität prüfen lassen, was auch einige taten und sich so in trügerischer Sicherheit fühlten. Dazu gleich mehr.

Es kam der Sa. Morgen und die Vorläufe 1-4 wurden ausgefahren. Leider haben in diesem Jahr lediglich 43 Fahrer (trauriger Negativrekord) zur DM gefunden, so dass wir in 5 Gruppen mit Vorläufen von 8 min länge schnell fertig waren. Insgesamt musste man feststellen, dass bis auf ganz wenige Ausnahmen eine sehr lockere Atmosphäre herrschte, was wohl auf die geringe Starterzahl zurück zu führen war. Das Wetter war mal wolkig und dann wieder sehr heiter, gar sehr warm und schwül. So kam es, dass etliche Tanks bei der technischen Abnahme für zu groß befunden wurden. Auch meiner, der am Vortag noch als in Ordnung ausgeliterert wurde, hatte plötzlich deutliches Übermaß. Die Folge war für den einen oder anderen die Streichung seines Vorlaufergebnisses.
Eine weitere Falle waren etliche Reifen von JConcepts und auch Losi. Je nach verwendeter Felge waren die Reifen im Durchmesser zwar passend, aber deutlich zu schmal. Damit waren die Reifen raus. Glücklicherweise hat Kyosho Deutschland seinen Frank Lemke geschickt und der war mit einem Transporter voller AKA Reifen angereist. Die Qual der Wahl in Sachen Reifen war damit auf Proline und AKA begrenzt, wobei 95 % der Fahrer auf AKA unterwegs waren.
Der Sonntagmorgen sollte mal wieder Regen für uns bereit halten. Beim 5. Vorlauf gab es davon jedoch glücklicherweise nur wenig. Nach einer Auswertungspause ging es dann auch schon los mit den 1/8 Finalen. Kaum war das Rennen gestartet, setzte starker Regen ein. Eigentlich zu viel Regen um zu fahren, aber zu wenig als das es für die beteiligten gefährlich geworden wäre. Also wurden beide 1/8 Finale ausgefahren. Die Wettervorhersagen zeigten Sonne auf dem Handy, die Rennleitung entschied den weiteren Ablauf um 1 h zu unterbrechen und die Lage abzuwarten. Gesagt, getan und es sollte sich für alle Aufsteiger und weiteren Finalisten lohnen. Strahlender Sonnenschein und über 25 °C gab es dann bis zum Ende der Veranstaltung.
Es gab zwar nicht viele Finalläufe, aber die waren teilweise geprägt von Dramen. Es wurde sehr fair gefahren so dass nur wenige Stop & Go Strafen verhängt wurden. Sehr schnelle Piloten hatten teilweise das Nachsehen, einmal nicht aufgepasst und schon war das Auto Defekt. Viel Platz für Unachtsamkeit gab es nicht. Dem entsprechend gab es bei so manchem Fahrer lange Gesichter als sie ausfielen.
In das Finale hatten es trotzdem die üblichen Verdächtigen geschafft. Der Favorit Marcel Guske konnte die Pole holen. Der Start des Finales verlief fast Problemlos bis auf den einen oder anderen Rempler. Hierzu muss man wissen, dass meiner Meinung nach die Startposition auf der Strecke etwas unglücklich gewählt wurde. Vor dem Table und der 90 ° Linkskurve reihen sich die Starter auf. D.h. die letzten Fahrer kommen mit Affen Zahn an, wobei die ersten versuchen langsam die Kurve zu treffen. Und wer die Truggyfahrer kennt…….—> gewonnen wird so ein Rennen in der Ersten Kurve
Kommen wir wieder zum Finale. Der Marcel hatte einen guten Start erwischt und konnte sich schnell vom Fahrerfeld absetzen. Einziger, wirklicher Gegner war der Philipp Guschel. Er konnte die Pace mit gehen und sich an die Hinterachse vom Marcels Auto heften. Er hat auch die ersten Runden mächtig Druck gemacht und versucht in Führung zu gehen. Es gab spannende Zweikämpfe und Obendrüber Überholaktionen zu sehen, weiter hinten im Feld wechselten die Positionen stetig
Es waren keine 10 min vergangen, da hing die Hinterachse von Marcels Auto deutlich zu tief und das Chassis schleifte teilweise auf der Strecke. Im Rennverlauf riss wohl ein Kugelkopf des linken, hinteren Dämpfers. (Haben es leider nicht mit bekommen wie es passiert ist) So fuhr er noch 2-3 Runden weiter und verteidigte Platz 2, gegen den Philipp konnte er allerdings nichts mehr ausrichten. Die Boxencrew hatte mittlerweile das notwendige Werkzeug und Ersatzteile geholt, so das Marcel rein kommen konnte. Der Boxenstop dauerte eine gefühlte Ewigkeit. Was genau gemacht wurde, habe ich vergessen zu fragen
Aus der Box entlassen fuhr der Marcel dem Feld hinter her und konnte wieder ein paar Plätze gut machen, bis dann wieder ein Defekt das Unterfangen DM Truggy zu werden in weite ferne schob. Nach 13 min war Schluss und Team Guske musste aufgeben. Der Philipp konnte das ganze sicher nach Hause fahren und musste nicht mehr ganz so puschen wie zu Anfang des Rennens. Auf den Plätzen 2 und 3 gab es dagegen immer wieder Zweikämpfe zwischen dem jüngsten Fahrer im Feld Burak Killic (8 Jahre) und Thorsten Müller. Die Positionen wechselten ein ums andere mal und Senior Killic instruierte seinen Sprössling auf türkisch. Da meine Türkisch-Kenntnisse auf nur ein Wort beschränkt sind, kann ich euch nicht sagen was da gesprochen wurde Der Burak konnte sich mit super Leistung den 3. Platz sichern.. Weiter hinten im Feld kam es dann zu etlichen Platzierungswechsel durch Motorabsteller. Ansonsten gibt es eigentlich nicht so viel zu berichten vom Finale, ging ja nur 30 min
Ach ja, da war ja noch das Finale der Inkontinenta-Träger Fraktion Also die 40 + Fahrer. Auch die hatten scheinbar Spaß und es gab einige Ausfälle zu sehen. So kam es, dass ein Fahrer der ganz zu Anfang ausgefallen war, sein Auto wieder fit machte und etliche Plätze weiter vorne gelandet ist. Unser Menni hat an dem Wochenende trotz durchwachsener Fahrleistung immer hin einen 8. Platz bei den Altherren erreicht.

Tja was fehlt? Ein großes Dankeschön an den MRC Meiningen. Die eine sehr gute Veranstaltung durchgeführt haben und dazu noch extrem Gastfreundlich waren.

Wer in der Gegend ist, sollte sich die Bahn mal ansehen. Sie macht auf jeden Fall laune

Ob und in welchem Umfang Abends noch die Post abging, kann ich nicht sagen, wie schon einige Posts weiter vorne geschrieben, war das WE für mich zum vergessen und ich bin immer sehr früh alleine ins Hotel

Bis in 2 Wochen “

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